Informationen zum Beruf “Stuckateurin/ Stuckateur”

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

die Erfahrung, was es bedeutet in einem bestimmten Beruf zu arbeiten, kann Schülerinnen und Schülern theoretisch nur sehr schwer vermittelt werden. Für einen reibungslosen Übergang ins Berufsleben und die richtige Berufswahl lernen Jugendliche ihre Möglichkeiten und Neigungen am besten direkt im Betrieb kennen und erleben somit diesen möglichst praxisnah.

Das Land Baden-Württemberg hat daher bereits 2008 mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft vereinbart, ein Netzwerk von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen zu schaffen. Zahlreiche Stuckateur-Fachbetriebe, die Stuckateur-Innungen und der Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg (SAF) unterstützen bereits dieses Netzwerk. Daher stellen wir Ihnen hier kostenfrei erste Informationen über den Stuckateurberuf zur Verfügung.

Wir legen besonderen Wert darauf, dass die Bildungspartnerschaft in den normalen Unterricht integriert ist und die Schüler erfahren, dass z. B. der Umgang mit Werkstoffen im Technikunterricht auch in der Praxis so erfolgt. Insbesondere ist hier auch das Angebot von Betriebspraktikas und vordefinierten Unterrichtseinheiten hervorzuheben.

Im Anhang finden Sie ergänzende Informationen. Gerne können Sie solche auch auf dem Azubi-Portal des Stuckateur-Handwerks unter www.stuck-azubi.de nachlesen. Wir freuen uns, wenn Sie den Link zu dem Portal an in Frage kommende Schülerinnen und Schüler weiter geben.

Konnten wir Ihr Interesse wecken? – Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

Ihr Ansprechpartner im Fachverband

Stephan Bacher
Telefon: 07 11/4 51 23-10
Telefax: 07 11/4 51 23-100
bacher@stuck-verband.de

Informationssammlung zum Beruf:

Kooperationsvertrag von Sander-Schule und Firma Koch

kooperationsvereinbarung

Unternehmer Marcus Koch und Schulleiter Thomas Gaisser (von links) unterzeichneten im Beisein der Projektklasse und ihrer Klassen- und Berufswahllehrerin Tina Ehlert (re.) den Kooperationsvertrag. Foto: Thomas Gaess

Köndringen. Mit der Unterzeichnung der Kooperations-Vereinbarung am vergangenen Freitag bekräftigten Schulleiter Thomas Gaisser von der Nikolaus-Christian-Sander-Schule und Marcus Koch, Chef des gleichnamigen Stuckateur- und Gipserbetriebes in Teningen, ihre gute Zusammenarbeit im Rahmen der Berufswegeplanung.

Der Vertrag zwischen Schule und Unternehmen, der zunächst für zwei Jahre gilt, resultierte aus dem erfolgreichen Pilotprojekt im Kunstunterricht der Klasse 9a (Stuckleisten ziehen), das mit der Präsentation der Arbeiten am gleichen Tag abgeschlossen wurde. Die 23 Schülerinnen und Schüler fertigten zusammen mit Klassen- und Berufswahllehrerin Tina Ehlert sowie unter fachmännischer Anleitung des Stuckateurmeisters in rund zehn Schulstunden Bilderrahmen aus Stuck an, die noch mit Dispersionsfarbe und Sprühklarlack entsprechend verschönert wurden.

“Kompliment an euch alle, Stuck ziehen gilt als die anspruchsvollste Arbeit in unserem Handwerk”, lobte Koch bei der Vertragsunterzeichnung das große Engagement der Schüler.

“Ihr habt alle ganz prima mitgearbeitet!” Gaisser würdigte derweil den vorbildlichen Einsatz des Unternehmers der auch im Rahmen des NFTE-Projektes und der Teninger Berufsinformationstage seit Jahren sehr engagiert ist. “Es ist einfach toll, dass sich solche gestandene Hanswerker unentgeltlich zum Wohl der Schüler zur Verfügung stellen, lobte Gaisser. “Wir wollen so unsere Schüler für das Berufsleben fit machen und ihre Tugenden sowie die Sorgfalt im Umgang mit Werkstoffen fördern. Das Projekt ist ein weiterer Baustein im Rahmen unserer Berufswegeplanung”, erklärte Gaisser. Die Schülerinnen und Schüler stellten die einzelnen Arbeitsschritte vom Bearbeiten der Laminatplatten, dem Ziehen der Leisten mit einer Schablone und dem Anfertigen der Rückwand (Spannplatte) bis hin zum abschließenden Bearbeiten der Unregelmäßigkeiten, dem Bemalen der Bilderrahmen, der Beareitung der Fotografien mit dem Fotoprogramm, dem Laminieren und dem Einkleben in den Bilderrahmen vor. Auch die Klassensprecher bedankten sich beim Unternehmer mit einem “guten Tröpfchen”. Und wer weiß, vielleicht hat das Projekt beim einen oder anderen Schüler bereits einen speziellen Berufswunsch geweckt. Positive Rückmeldungen waren jedenfalls vorhanden und das Stuckateurhandwerk würde sich freuen. Die Arbeiten werden im Schulgebäude ausgestellt und im nächsten Schuljahr geht’s dann weiter mit einem neuen Projekt in der anderen Klasse
(Thomas Gaess)

Quelle: Emmendinger Tor (25.04.2012)